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3 Empfehlungen aus dem Hause Col d'Arcia
Sie möchten sich einen ersten Überblick über die Weine von Col d'Arcia verschaffen? Dann finden Sie in den folgenden drei Weinen passende Einstiegsmöglichkeiten: einen zugänglichen Alltagswein, das Aushängeschild des Guts und eine prestigeträchtige Spitzenlage. Alle drei zeigen, wie unterschiedlich sich Sangiovese in Montalcino interpretieren lässt.
- Der »Rosso di Montalcino DOC« ist die zugänglichste Interpretation des Sangiovese aus Montalcino. Col d'Orcia füllt ihn bereits ein Jahr nach der Ernte ab, um die Frische der jungen Frucht zu bewahren. Der Wein zeigt saftige rote Kirsche und feine Würze bei geschmeidigen Tanninen und eignet sich damit hervorragend als Einstieg in das Sortiment von Col d'Orcia. Die Trauben stammen von denselben Hängen, auf denen auch der Brunello des Guts wächst, wodurch sich der Charakter der Lage bereits in dieser jüngeren Ausbaustufe zeigt.
- Das »Brunello di Montalcino DOCG« von Col d'Orcia gilt als Aushängeschild des Guts und reift drei volle Jahre in großen Fässern aus slawonischer Eiche, bevor der Wein ein weiteres Jahr in der Flasche verbringt. Das Ergebnis ist ein kraftvoller, langlebiger Sangiovese mit Aromen von reifer Kirsche und getrockneten Kräutern, der die Handschrift der Hanglage über dem Fluss Orcia trägt. Für Kenner, die einen klassisch ausgebauten Brunello suchen, ist dieser Wein die naheliegende Wahl.
- Aus der Cru-Lage Poggio al Vento – wörtlich »dem Wind zugewandter Hügel« – stammt die »Poggio al Vento Brunello di Montalcino Riserva DOCG«, eine der anspruchsvollsten Interpretationen von reinsortigem Sangiovese in Montalcino. Die Riserva reift vier Jahre in großen Eichenfässern und weitere drei Jahre in der Flasche, bevor sie auf den Markt kommt. Sie entsteht nur in den besten Jahrgängen. Wer sich für die Spitze des Col d'Orcia-Sortiments interessiert, findet in dieser Riserva eine der prestigeträchtigsten Lagen des gesamten Anwesens.
Col d'Orcia – Traditionsgut der Familie Marone Cinzano
Col d'Orcia gehört seit 1973 der Unternehmerfamilie Marone Cinzano und bewirtschaftet heute 140 Hektar in Montalcino, davon 108 Hektar mit der Klassifikation Brunello.
Die Geschichte des Guts reicht bis in das Jahr 1890 zurück, als die Familie Franceschi aus Florenz das Anwesen erwarb, das damals noch als Fattoria di Sant'Angelo in Colle bekannt war. Nach der Teilung des Besitzes zwischen den Brüdern Leopoldo und Stefano Franceschi im Jahr 1958 gab Letzterer seinem Teil den Namen Col d'Orcia – »Hügel über der Orcia« – nach dem Fluss, der die Lage begrenzt. 1973 verkaufte er das Anwesen an die piemontesische Familie Cinzano.
Unter Graf Alberto Marone Cinzano wuchs die Rebfläche in den folgenden Jahren deutlich, ab 1992 führte sein Sohn Francesco Marone Cinzano den Betrieb weiter und erweiterte die Anbaufläche auf die heutigen 140 Hektar. Damit zählt Col d'Orcia zu den drei größten Besitzern von Brunello-Rebflächen in Montalcino und gehört zu den ältesten Weingütern der Appellation.
Montalcino als Lage: Terroir am Fluss Orcia
Montalcino liegt in der südlichen Toskana, auf einem Hügel über dem Val d'Orcia. Das mediterrane Klima mit warmen, trockenen Sommern und kühlen Nächten sorgt für jene Reife und Konzentration, die Sangiovese in dieser Lage zu seiner bekanntesten Ausdrucksform als Brunello di Montalcino bringt.
Auf der Anbaufläche des Weinguts (der »Tenuta«) variieren Böden und Ausrichtung der Parzellen spürbar, was unterschiedliche Weinstile ermöglicht: kalkhaltige, sandige Böden für kraftvolle Rotweine ebenso wie kühlere Lagen für Weißwein und internationale Rebsorten.
Tipp: Wenn Sie die Bandbreite der Region kennenlernen möchten, finden Sie in unserem Sortiment an Weinen aus der Toskana viele weitere spannende Erzeuger neben Col d'Orcia.

Brunello, Rosso di Montalcino und die Klassifikation der Weine
Bei Col d'Orcia reift der Brunello drei volle Jahre in großen Fässern aus slawonischer Eiche, bevor er mindestens ein weiteres Jahr in der Flasche verbringt. Erst danach kommt er auf den Markt. Rosso di Montalcino dagegen gibt das Gut bereits ein Jahr nach der Ernte frei und bewahrt so die Frische und Fruchtigkeit eines jungen Weins.
Die Kategorie Rosso di Montalcino geht maßgeblich auf eine Idee von Graf Alberto Marone Cinzano zurück, der in den frühen 1970er-Jahren einen jungen Sangiovese für den täglichen Tisch abfüllen ließ. 1983 erhielt die Kategorie per Dekret die eigenständige DOC-Bezeichnung. Grundlage beider Weine ist die Rebsorte Sangiovese, die in Montalcino ihre eigenständigste und langlebigste Ausprägung erreicht.
Supertuscan-Tradition: Internationale Rebsorten bei Col d'Orcia
Graf Alberto Marone Cinzano setzte Anfang der 1980er-Jahre auf reinsortigen Cabernet Sauvignon aus einer einzigen Lage. Daraus entstand der »Olmaia IGT Toscana«, der die trockene, warme Intensität des mediterranen Sommers einfängt. Diese Entscheidung fiel zu einer Zeit, in der internationale Rebsorten auf den Hügeln von Montalcino noch die Ausnahme waren.
Aus einer weiteren Cru-Lage inmitten der Brunello-Weinberge stammt der »Nearco IGT Toscana«, eine Cuvée aus Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah, die 18 Monate in Barriques reift. Die Kombination aus der Weichheit des Merlot, der Kraft des Cabernet und der würzigen Frucht des Syrah macht diese Cuvée zu einem eigenständigen Gegenpol zum traditionellen Sangiovese des Guts.
Chianti, Alltagsrotwein und Weißwein aus dem Hause Col d'Orcia
Mit der »Banditella Rosso di Montalcino« aus einer eigenen Cru-Lage bietet das Gut eine moderne Interpretation des Rosso di Montalcino, die Struktur und Reifepotenzial des Brunello mit der Zugänglichkeit eines Rosso verbindet. Für den unkomplizierten Genuss zum Essen eignet sich der »Spezieri Toscana IGT«, eine Cuvée aus Sangiovese und Ciliegiolo, benannt nach den Gewürzhändlern des Florentiner Mittelalters.
Außerhalb von Montalcino keltert Col d'Orcia mit dem »Gineprone Chianti DOCG« einen Chianti aus den Colli Senesi, dessen Name auf die aromatische Wacholderpflanze verweist. Beim Weißwein setzt das Gut mit dem »Pinot Grigio IGT Toscana« auf eine international verbreitete Rebsorte, die ursprünglich aus Norditalien stammt und sich auf den sonnigen Hügeln der Toskana etabliert hat.
Speisebegleitung: »Spezieri Toscana IGT« zu gegrilltem Hähnchen mit mediterranen Kräutern
Der »Spezieri Toscana IGT« begleitet gegrilltes Hähnchen mit mediterranen Kräutern wie Rosmarin, Thymian und Oregano besonders stimmig. Die saftige Frucht aus Sangiovese und Ciliegiolo trifft auf die Röstaromen vom Grill, während die feine Würze des Weins die Kräuter der Marinade aufgreift, ohne sie zu überdecken. Milde Tannine und eine lebendige Säure gleichen das Fett der Hähnchenhaut aus, sodass der Wein auch zu gegrilltem Gemüse oder einer einfachen Tomatensauce nicht zu schwer wirkt. Gerade im Sommer lässt sich der Spezieri auch gekühlt servieren und bleibt dabei ein verlässlicher Begleiter für unkomplizierte Gerichte am Abend.

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FAQ: Häufige Fragen zu Col d'Orcia
Brunello di Montalcino ist ein italienischer Rotwein aus der Region Montalcino in der Toskana, der ausschließlich aus der Rebsorte Sangiovese besteht. Er muss laut Anbaubestimmungen mindestens fünf Jahre reifen, davon mindestens zwei Jahre im Holzfass, bevor er in den Verkauf kommen darf. Er trägt zudem die höchste italienische Qualitätsstufe DOCG.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Ausbauzeit: Rosso di Montalcino kommt bereits ein Jahr nach der Lese in den Verkauf und bleibt entsprechend jung und fruchtbetont, während Brunello di Montalcino über mehrere Jahre in Holzfass und Flasche heranreift. Dadurch gewinnt der Brunello an Struktur, Komplexität und Lagerfähigkeit, während der Rosso den eher unkomplizierteren Trinkgenuss bietet.
Zum Weingut gehören insgesamt 140 Hektar, von denen 108 Hektar für den Anbau von Brunello di Montalcino ausgewiesen sind. Damit zählt Col d'Orcia zu den drei größten Besitzern von Brunello-Rebflächen in der Appellation Montalcino.
Die Leitrebsorte ist Sangiovese, aus der Brunello di Montalcino, Rosso di Montalcino und die Riserva-Lagen entstehen. Daneben pflegt das Gut internationale Sorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah für seine toskanischen Cuvées sowie Pinot Grigio für einen Weißwein.
Col d'Orcia befindet sich seit 1973 im Besitz der piemontesischen Unternehmerfamilie Marone Cinzano. Zuvor gehörte das Anwesen seit 1890 der Familie Franceschi, die ihm nach der Aufteilung des Besitzes im Jahr 1958 den heutigen Namen gab.
















