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Cantina di Santadi

Cantina di Santadi steht für Carignano del Sulcis aus dem Südwesten Sardiniens, geprägt von wurzelechten Reben und der önologischen Beratung von Giacomo Tachis. Die Genossenschaft aus rund 200 Winzerfamilien verwandelt eine einst unterschätzte Rebsorte in Rotweine von internationalem Rang. Bei Ludwig von Kapff finden Sie mit Antigua, Rocca Rubia Riserva und Terre Brune drei repräsentative Ausdrucksformen dieses Terroirs.
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Terre Brune: Das Aushängeschild der Cantina di Santadi

Die Terre Brune gilt als Symbolwein der Cantina di Santadi und vereint 95% Carignano mit 5% Bovaleddu zu einem Carignano del Sulcis Superiore. Nach 16 bis 18 Monaten in neuen französischen Barriques und weiterer Flaschenreifung zeigt er ein intensives Rubinrot mit Aromen von Pflaume, Heidelbeere, Süßgewürzen, Lorbeer, Wacholder, Tabak und Schokolade. Am Gaumen wirkt er warm und dicht, mit fein strukturierten Tanninen, die dem Wein Reifepotenzial verleihen. Er markiert den Punkt, an dem sardischer Rotwein erstmals mit internationalen Barrique-Weinen verglichen wurde.


Sulcis: das Anbaugebiet der Cantina di Santadi

Der Sulcis liegt im äußersten Südwesten Sardiniens, südlich von Cagliari und direkt an der Küste. Wind, Salz und feiner Sand prägen das Klima dieser Region und wirken sich unmittelbar auf die dort wachsenden Reben aus. Cantina di Santadi bewirtschaftet gemeinsam mit ihren Mitgliedsfamilien Flächen in genau diesem Küstenstreifen, wo heiße, trockene Sommer auf milde Winter treffen. Damit liefert die Kellerei eine der markantesten Herkunftsbezeichnungen, wenn es um italienischen Wein jenseits der bekannten Festlandregionen geht.

Die sandigen Böden des Sulcis erwiesen sich im 19. Jahrhundert als Glücksfall: Die Reblaus, die weite Teile Europas verwüstete, konnte sich in diesem Bodentyp kaum ausbreiten. Dadurch überdauerten zahlreiche Rebstöcke ungepfropft bis heute und bilden die Grundlage für den Charakter des sardischen Rotweins aus dieser Region.


Carignano del Sulcis: die Leitrebsorte auf wurzelechtem, altem Rebholz

Carignano del Sulcis bildet das Rückgrat des Weinbaus in der Region und liefert die Trauben für Rocca Rubia Riserva und Terre Brune. Viele der genutzten Rebstöcke sind wurzelecht, also niemals auf eine andere Unterlage gepfropft, und erreichen ein Alter zwischen mehreren Jahrzehnten bis zu über 100 Jahren.

Die Erziehung in der traditionellen Alberello-Form, als niedriger Busch ohne Drahtrahmen, verlangt Handarbeit bei Schnitt und Lese. In Kombination mit den geringen Erträgen alter Rebstöcke entsteht ein konzentrierter, tanninreicher Wein mit dunkler Frucht, der die sandigen Böden des Sulcis erkennen lässt.


Vom Winzerverbund zur Spitzenkellerei: die Geschichte der Cantina di Santadi

Cantina di Santadi wurde 1960 von 27 Winzern im Sulcis gegründet und zählt heute rund 200 Mitgliedsfamilien, die gemeinsam die Rebflächen der Genossenschaft bewirtschaften. Über viele Jahre lieferten die Betriebe vor allem Fassware, bis Präsident Antonello Pilloni ab 1976 eine grundlegende Neuausrichtung einleitete.

Ab den 1980er Jahren beriet der Önologe Giacomo Tachis, der zuvor bereits Sassicaia und Tignanello mitgeprägt hatte, die Kellerei mehr als 30 Jahre lang. Er senkte die Erträge, verschärfte die Traubenauswahl und führte den gezielten Ausbau in Barrique ein. 1984 entstand mit Terre Brune der erste sardische Rotwein dieser Machart.


Barrique-Ausbau und Stilprofil der Top-Weine

Der Ausbau in französischer Eiche unterscheidet die Top-Weine der Cantina di Santadi von einfacheren Sulcis-Rotweinen. Rocca Rubia Riserva reift 12 Monate in Barrique mit feiner Körnung und ruht danach weitere 6 Monate auf der Flasche, bevor er in den Verkauf geht.

Terre Brune geht mit 16 bis 18 Monaten in neuen französischen Barriques noch einen Schritt weiter und schließt mit 12 Monaten Flaschenreifung ab. Dieser lange Ausbau rundet die kräftigen Tannine des Carignano ab und lässt Aromen von Pflaume, Süßgewürzen, Lorbeer und Tabak entstehen, ohne die Frucht zu überdecken.


Sardischer Rotwein aus dem Sulcis: internationale Anerkennung

Sardischer Rotwein aus dem Sulcis war lange Zeit ein regionales Nischenprodukt, bevor Terre Brune und Rocca Rubia diese Wahrnehmung veränderten. Fachpresse und Sommeliers verweisen seither regelmäßig auf Cantina di Santadi, wenn es um die Zukunft des Carignano außerhalb Frankreichs oder Spaniens geht.

Der Erfolg beruht auf der Kombination aus altem Rebmaterial, niedrigen Erträgen und dem gezielten Ausbau in Barrique. Damit steht Carignano del Sulcis heute als eigenständige Stilrichtung neben anderem italienischen Rotwein und wird auch international in Fachkreisen diskutiert.

Speisebegleitung: Terre Brune zu geschmorten Rinderbäckchen mit Kräutern und dunklem Jus

Die Terre Brune passt zu geschmorten Rinderbäckchen, weil seine dichte Frucht von Brombeeren und schwarzen Kirschen mit den kräftigen Röstaromen des Fleisches und des dunklen Jus harmoniert. Die seidigen Tannine geben dem saftigen, gehaltvollen Fleisch Halt, während Kakao- und Tabaknoten die herzhaften, lange gegarten Aromen aufnehmen. Rosmarin und andere mediterrane Kräuter greifen die feinen Kräuternoten des Weins auf; etwas schwarzer Pfeffer unterstreicht seine Würze, ohne die Frucht zu überdecken. So bleibt die Kombination ausgewogen und trägt dem vollmundigen, kraftvollen Charakter der Rebsorte Carignano Rechnung.

Direkt zum Wein
Rinderbäckchen mit einem Glas Terre Brune Rotwein.

Cantina di Santadi bei Ludwig von Kapff bestellen

Cantina di Santadi bei Ludwig von Kapff zu bestellen bedeutet, direkten Zugang zu einer der prägenden Genossenschaften Sardiniens zu erhalten, ohne dabei auf die gewohnten Standards eines etablierten Weinversands zu verzichten. Die Versandkosten liegen unabhängig von der Bestellmenge bei 2,89 € und innerhalb von 30 Tagen können Sie jede Flasche zurückgeben, falls sie nicht Ihren Erwartungen entspricht.

Wer sich zwischen Antigua, Rocca Rubia Riserva und Terre Brune noch nicht entscheiden kann, findet in Ludwigs Weinberater eine Orientierungshilfe, die Empfehlungen nach Geschmack und Anlass zusammenstellt. So lässt sich der passende Wein aus dem Sulcis gezielt auswählen.


FAQ – Häufige Fragen zu Cantina di Santadi

Wo liegt der Sulcis, aus dem Cantina di Santadi stammt?

Der Sulcis liegt im äußersten Südwesten Sardiniens, südlich von Cagliari, direkt an der Küste der italienischen Mittelmeerinsel. Wind, Salz und sandige Böden prägen dort das Klima und die Bedingungen für den Weinbau.

Was ist Carignano del Sulcis?

Carignano del Sulcis ist die DOC-Bezeichnung für Rotweine aus der Rebsorte Carignano, die im sardinischen Sulcis auf teils jahrzehntealten, wurzelechten Rebstöcken wächst. Je nach Ausbau trägt der Wein Zusätze wie Superiore oder Riserva.

Welche Rolle spielte Giacomo Tachis bei Cantina di Santadi?

Giacomo Tachis beriet die Genossenschaft ab den 1980er Jahren über mehr als 30 Jahre. Er senkte die Erträge, verschärfte die Traubenselektion und führte den gezielten Ausbau in Barrique ein, was 1984 zur Entstehung von Terre Brune führte.

Wie alt sind die Carignano-Reben im Sulcis?

Viele Rebstöcke im Sulcis sind wurzelecht und wurden nie gepfropft, da die sandigen Böden die Reblaus fernhielten. Ihr Alter liegt oft zwischen mehreren Jahrzehnten bis zu über 100 Jahren.

Was unterscheidet Superiore und Riserva bei Carignano del Sulcis?

Superiore und Riserva sind Zusatzbezeichnungen der DOC Carignano del Sulcis, die zusätzliche Reifezeit voraussetzen und meist mit Barrique-Ausbau verbunden werden. Rocca Rubia trägt die Bezeichnung Riserva. Terre Brune firmiert als Superiore mit besonders langer Fassreifung.

Zu welchem Gericht passt Carignano del Sulcis am besten?

Carignano del Sulcis passt aufgrund seiner Tanninstruktur und dunklen Frucht zu Schmorgerichten, gereiftem Käse und Wild. Je nach Ausbau eignet er sich auch zu gegrilltem Fleisch oder Gerichten mit mediterranen Kräutern.